René blickt auf die Hamburger Speicherstadt.

5 Gründe, warum sich Medienmacher*innen mit Menschen mit Behinderung auseinandersetzen sollten.

Erstens – Quote, Klicks und Geld

Behinderte Menschen sind nicht nur potentieller Gegenstand Ihrer Berichterstattung, sondern mit fast 10 Prozent Anteil an der Gesamtbevölkerung Deutschlands eine nicht zu unterschätzende Zielgruppe, die seit Jahrzehnten um Sichtbarkeit und eine gleichberechtigte Teilhabe kämpft und zuletzt immer selbstbewusster auftritt.

Fühlen sich behinderte Menschen von Ihrer Berichterstattung nicht genügend repräsentiert, verschenken Sie Einschaltquote, Views und Werbeeinnahmen.

Zweitens – Gesellschaftliche Verpflichtung

Die UN-Behindertenrechtskonvention [PDF, 200kB] fordert alle Medienorgane u. a. auf, Klischees und Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen zu bekämpfen sowie das Bewusstsein für die Fähigkeiten und den Beitrag von Menschen mit Behinderung zu fördern.

Ihnen als Medienmacher*in fällt die Aufgabe zu in der gesamten Gesellschaft dieses Bewusstsein zu schärfen und die Achtung der Rechte behinderter Menschen und ihrer Würde zu fördern.

Drittens – Veraltete Denkmuster aufbrechen

Die deutsche Medienlandschaft tendiert noch immer stark dazu Behinderungen aus der Perspektive des medizinischen Modells darzustellen. Demnach ist die Behinderung eine Folge der körperlich, psychischen oder geistigen Beeinträchtigung des Individuums.

Die moderne Wissenschaft („Disability Studies“) geht allerdings mittlerweile im sogenannten kulturellen Modell davon aus, dass behinderte Menschen nicht als zu integrierende Minderheit angesehen werden dürfen, sondern als integraler Bestandteil der Gesellschaft. Es geht darum, die Vielfalt unserer Gesellschaft anzuerkennen und wertzuschätzen. Da darf eine Behinderung auch gerne mal unerwähnt bleiben oder beiläufig stattfinden.

Viertens – Die vielfältigste aller Minderheiten

Dabei verkörpert die Community der behinderten Menschen Diversity wie keine zweite – ist dadurch für Außenstehende aber auch schwerer zu greifen, umfasst sie doch im Gegensatz zu anderen Minderheiten alle Kulturen, Geschlechter, sozialen Klassen und sexuellen Orientierungen. Sie ist die einzige Minderheitengruppe, von der jeder jederzeit ein Teil werden kann.

Fünftens – Potential für Fettnäpfchen

behindert ≠ behindert

Der Begriff „Behinderung“ ist als Oberbegriff für physische, sensorische, psychologische, neurologische, kognitive und soziale Behinderungen gemeint und schließt auch chronisch kranke Menschen mit ein. Diese Bandbreite zeigt, dass Behinderungen sowohl sichtbar als auch unsichtbar sein können. Ein riesiges Potential für Fettnäpfchen in Ihrer Berichterstattung!

Und das in einer Zeit, in der die Gesellschaft mit Bewegungen wie #metoo, Black Lives Matter und Fridays For Future die Systemfrage stellt, das Publikum immer sensibler wird und aktiv alt hergebrachte Stereotype und Sprachmuster hinterfragt. Bock auf den nächsten Shitstorm?

Gemeinsam schlagen wir ein neues Kapitel auf

Ich erkläre Ihnen die Community der Menschen mit Behinderung.
Mit meiner Hilfe …

  • kommunizieren Sie auf Augenhöhe mit Ihren behinderten Interviewpartner*innen
  • produzieren Sie Beiträge, die niemanden stigmatisieren
  • entwickeln Sie Formate, durch die sich eine ganze Generation repräsentiert fühlt

Mein Name ist René Schaar, ich bin 28 Jahre alt und selbst seit meiner Geburt körperlich behindert. Ich bin Cutter mit über 9 Jahren Berufserfahrung in einem großen Medienkonzern, stand als Pressesprecher eines Selbsthilfevereins behinderter Menschen aber auch selbst immer wieder vor der Kamera und organisierte als Vorstandsmitglied der Jugendpresse Veranstaltungen mit bis zu 120 Teilnehmern.

Ableismus, Intersektionalität und Disability Mainstreaming müssen keine Fremdwörter bleiben.

Ich helfe Ihnen dabei Ihren Protagonist*innen auf Augenhöhe zu begegnen und eine vernachlässigte Zielgruppe zu erschließen, die nach kultureller Repräsentation verlangt.

Schreiben Sie mir direkt und ich melde mich innerhalb von 48 Stunden.

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